2. Etappe

Verspätete Abfahrt: Freitag 02.06.17, 10:15 Uhr

 

Nach erneutem Wechsel der Drosselklappe, Austausch des AR-Ventils ;) und 3 tägiger Verspätung geht es pünktlich zum Pfingstwochenende nun doch endlich los mit unserer Tour. Noch ein kurzer Zwischenstopp beim Aldi in Blumberg, dann über Schaffhausen und Zürich Richtung Gotthard. Straßen sind ziemlich voll und die Autobahn um Zürich eine einzige Baustelle – aber nach kurzen Stop-and-Go Phasen geht’s wieder flüssig Dina (Anm: unser Wohnmobil) läuft ruhig und schnurrt leise  über den Asphalt. Toll, 5 km vor dem Gotthard jetzt doch STAU, na gut, wir haben ja Urlaub und Zeit. ;) Und dann....Peng, geht unsere schon fast vergessene „Moko“ (Anm: Motorkontrollleuchte) an. Na super...die Anspannung steigt wieder, zumal es jetzt vor dem Gotthard-Tunnel keine Möglichkeit mehr gibt von der Autobahn abzufahren. Also dann, durch die Röhre....

 

Dina läuft im Tunnel weiterhin ohne zu ruckeln, subjektiv habe ich aber natürlich das Gefühl, dass der Motor nicht mehr richtig zieht – aber vielleicht ist das auch nur Einbildung.

 

So der Gotthard liegt jetzt hinter uns, erster Rasthof raus, Autohaus anrufen – er glaubt mir zuerst nicht, aber kann sich dann auch keinen Reim drauf machen. Na gut, noch kurz mit Papa/Pana telefoniert und die Situation geschildert... nun, der Motor kann zumindest nicht kaputt gehen, also setzen wir unsere Fahrt (nicht ganz tiefenentspannt, aber gut...) fort.  Locarno raus, auf der doch manchmal ziemlich engen Seestraße den Lago di Maggiore entlang – ziemlich schöner Blick, links der See und rechts ziemlich teuer erscheinende Häuschen.

 

In Verbiana ist Leonie nun an ihrem Null-Toleranz-Punkt angekommen, das und die kurvige Fahrt spiegelt sich in Michi`s Gesicht wider. Sie rockt das Ding aber ziemlich gut dafür. Nach einem kurzen Schlenker (natürlich Navi-verschuldet) fahren wir nun die kurze Staubpiste Richtung Camping Village di Lido. Ankunft auf 18:00 Uhr.

 

Tja, und gleich die erste Auskunft passt zu unserem entspannten Gemütszustand: KEIN Platz. Nach mehrmaligem Nachfragen und der Bitte von Michi, ob wir nicht wenigstens für eine Nacht auf dem Parkplatz schlafen dürften gibt uns die nette, aber noch ziemlich junge Dame zu verstehen, dass wir nun doch noch eine Stellplatzmöglichkeit für die nächsten Tage hätten. Platz 347, wir sollen direkt reinfahren, es gibt noch eine Prepaid-Cash-Card und ein Armband zur Erkennung als Village People ;) . Na dann...

 

Platz passt, ziemlich groß für unser Gefühl obwohl es nur ein „Standart“ ist.  Die Sanitäranlagen sind absolut hervorragend (deutscher Standard), mit süßen Babywannen, Kinderbad, etc.

 

Und es ist wirklich wie in einer kleinen Stadt, die kleinen Sträßchen der Stellplätze haben sogar eigene Straßennamen, verrückt....aber das Beste: 100 m unsere Straße hinunter kommt der Eingang zum Golfplatz. 

 

Für Michi und mich gibt es an unserem ersten Urlaubsabend Resteessen (Knoblauch mit Brokkoli) ;), danach ein kleiner Abendspaziergang zum 100m entfernten Lago di Mergazzo (kleiner, süßer See mit Sandstrand und toller Wasserqualität).  Leonie schläft die erste Nacht ganz ok in ihrer Bettkonstruktion.  Nach einem gechillten Frühstück und Platzbegutachtung gehen wir am späten Vormittag zum Golfen. Kurz einschlagen, dann ist um 11 Uhr schon die Teetime gebucht. Am Abschlag steht eine elektronische Tafel mit den Namen der Abschlagenden (Ziemliches Neuland für mich) ;) Also, ich spiele mit Roberto, einem rüstigen Italiener, der wohl mal ein hohes Tier bei der italienischen Telekom war, so hatte er wohl die erste elektronische Mailbox Italiens 1984. Für meine 2 Mädels geht’s zwar zu schnell (im zügig Spielen ist Roberto sogar echt noch um einiges schneller als ich) und es ist zu heiß, sie drehen dann vor Loch 3 um.  Ich spiele noch eine amüsante Runde mit ihm fertig.

 

Eigentlich könnten wir noch ein paar Tage bleiben, aber um weiterhin Bewohner der Village zu bleiben, müssten wir auf einen größeren Platz für ein paar Tage umziehen...das  ist es uns dann doch nicht wert. Also: Die Fähre nach Korsika für Montag ist gebucht.

 

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